Ein Blick nach oben. Und jedes Mal ein anderes Bild.
Eine Einzelaufnahme · Blick nach Osten
· Richtung Flüela
Aufnahmeort: Davos Dorf · Blickrichtung: Osten (Flüela)
· Osten (Flüela)
Wellenformen über den Bergen
Über Davos Dorf sehe ich ein breites, helles Wolkengebilde mit glatten, leicht gebogenen Partien, daneben feine Wolkenreihen und nach oben auslaufende Fasern. Vor allem die glatteren, linsenartigen Bereiche erinnern mich an Altocumulus lenticularis, also Linsenwolken; die faserigen Partien könnten zusätzlich zu höheren Eiswolken gehören. Das Foto zeigt daher möglicherweise mehrere Wolkenformen und lässt keine sichere Zuordnung der gesamten Bewölkung zu einer einzigen Gattung zu.
Eine plausible Erklärung sind Gebirgswellen: Strömt ausreichend feuchte, stabil geschichtete Luft über Berge, kann sie dahinter ins Schwingen geraten. Beim Aufsteigen kühlt sie ab und Wolkentröpfchen können entstehen, beim Absinken erwärmt sie sich und die Wolke kann sich wieder auflösen. So bilden sich mitunter auffallend glatte Linsen oder Bänder. Diese Deutung passt zu den sichtbaren Formen, belegt aber weder eine bestimmte Windrichtung noch eine Föhnlage an diesem Nachmittag.
Um 17:04 Uhr sehe ich viel Blau, zarte schleierartige Wolken und ein feines, welliges Wolkenfeld über den Bergen; der schmale gerade Streifen erinnert an einen Kondensstreifen. Um 19:52 Uhr prägt ein breites, weich begrenztes Wolkenband den Himmel, während eine kompaktere Wolke am Berg bereits orange aufleuchtet. Nur zehn Minuten später, um 20:02 Uhr, zeigt auch das grosse Band kräftige Orange- und Rosatöne. Für mich erzählt diese Folge vor allem vom Wandel der Beleuchtung im Abendlicht: Wolkenflächen treten farbig hervor, während der Berg zur dunklen Silhouette wird. Ob die Wolken dabei neu entstanden, herangezogen oder lediglich anders beleuchtet wurden, lässt sich aus den drei Momentaufnahmen nicht sicher trennen.
Eine Einzelaufnahme · Blick nach Osten
5. September 2026 · Morgenhimmel
Aufnahmeort: Davos Dorf · Blickrichtung: Osten
· Osten
Dunkle Wolken im Morgenlicht
Im Osten sehe ich zahlreiche dunkle, rundliche bis ausgefranste Wolkenballen vor einer helleren, flächigen Bewölkung; oben öffnen sich kleine blaue Lücken. Das erinnert mich am ehesten an Schicht-Haufenwolken, also Stratocumulus, möglicherweise mit einzelnen tiefer erscheinenden Wolkenfetzen. Die hellen Zwischenräume passen zum Morgenlicht aus östlicher Richtung: Im Gegenlicht können Wolken besonders dunkel wirken, ohne deshalb Regenwolken zu sein. Um 07:55 Uhr zeigt sich hier eine stark bewölkte, aber nicht vollständig geschlossene Himmelsansicht. Ob tatsächlich mehrere Wolkenhöhen vorliegen oder nur unterschiedlich beleuchtete Partien einer Schicht, bleibt anhand dieses Einzelbildes offen.
Von den ersten blauen Lücken am Morgen über dichte Wolken zur Mittagszeit bis zum offenen Abendhimmel: Die Bergsilhouette bleibt, darüber verändert sich die Welt.
Aufnahmeort: Davos Dorf · Blickrichtung: Westen
07:48 — 18:57 Uhr
Bildbetrachtung und vorsichtige Deutung anhand der Fotos; keine Messung der Wolkenhöhe oder Wetterprognose.
Ein heller Streifen Blau
Über Davos Dorf liegt im Westen eine ausgedehnte grauweisse Wolkendecke mit unregelmässigen, teils flockigen Strukturen. Sie erinnert mich an Schicht-Haufenwolken, sogenannten Stratocumulus; eine sichere Bestimmung ist aus dem Foto allein nicht möglich. Die blauen Lücken über dem Berg zeigen, dass die Decke nicht vollständig geschlossen ist. Für diesen frühen Zeitpunkt wirkt der Himmel wechselhaft, mit ersten Aufhellungen zwischen dichteren Wolkenfeldern.
Zwanzig Minuten später nimmt das Blau deutlich mehr Raum ein. Die weissen Wolken erscheinen kleinteilig, stellenweise in Reihen und lockeren Feldern – ein Bild, das mich an Altocumulus, die grösseren Schäfchenwolken, erinnert. Gegenüber 07:48 wirkt die Bewölkung im sichtbaren Ausschnitt aufgelockert. Ob sich Wolken aufgelöst haben oder ein lückigeres Feld vorbeigezogen ist, lässt die Aufnahme offen.
Oben sehe ich viel Blau mit verstreuten hellen Wolkenflocken, während sich über der Bergsilhouette ein breiteres, dichteres Wolkenfeld ausdehnt. Kleine flockige und grössere zusammenhängende Strukturen stehen nebeneinander. Ich lese darin eine Übergangsphase: Der westliche Himmel ist noch offen, doch die Bewölkung erscheint zum Horizont hin kompakter. Eine bestimmte Zugrichtung lässt sich daraus nicht ableiten.
Nun überwiegt eine fast geschlossene grauweisse Decke mit dunkleren, rundlichen Unterseiten. Diese Mischung aus Fläche und einzelnen Ballen erinnert wieder an Stratocumulus. Verglichen mit 08:33 hat die sichtbare Bewölkung deutlich zugenommen; das Licht wirkt diffuser und die blauen Fenster sind klein geworden. Die dunkleren Stellen allein sind allerdings kein sicherer Hinweis auf bevorstehenden Regen.
Zwischen grösseren hellen Wolkenfeldern öffnen sich erneut blaue Flächen. Einzelne Partien wirken bauschig, andere gehen ineinander über; die sonnenbeschienene Felsfläche setzt darunter einen hellen Akzent. Nach dem dichteren Bild von 08:50 interpretiere ich dies als vorübergehende Auflockerung im Westen. Der Wechsel zwischen Wolkenschatten und Licht passt zu einer ungleichmässigen Wolkendecke, nicht unbedingt zu einer dauerhaften Wetterbesserung.
Zur Mittagszeit sehe ich praktisch kein Blau mehr. Eine zusammenhängende graue Decke füllt den Himmel, darunter treten dunklere, weich begrenzte Wolkenballen hervor. Für mich wirkt das wie ausgedehnte Schichtbewölkung mit unterschiedlich dichten Partien. Gegenüber dem Morgen hat sich der sichtbare Himmel wieder geschlossen; ob die Wolken Niederschlag enthalten, ist auf diesem Foto nicht erkennbar.
Auch am frühen Nachmittag bleibt der Westen bedeckt. Dunklere, stellenweise ausgefranste Wolkenpartien heben sich von einem helleren grauen Hintergrund ab und geben dem Himmel eine unruhige Struktur. Ich interpretiere das als anhaltend dichte, räumlich ungleichmässige Bewölkung; verschiedene Wolkenlagen sind denkbar, aber nicht eindeutig belegbar. Zwischen den weit auseinanderliegenden Aufnahmen lässt sich kein durchgehend gleicher Zustand voraussetzen.
Am Abend zeigt sich ein ganz anderes Bild: Viel blauer Himmel steht über einer grösseren bauschigen Wolke links der Bergsilhouette. Ihre Ränder leuchten warm, während die Unterseite dunkler bleibt – das passt zur Beleuchtung durch die tief stehende Sonne im Westen. Die Form erinnert an eine Haufenwolke. Gegenüber 13:53 ist der fotografierte Himmelsausschnitt deutlich aufgeklart; wann diese Veränderung einsetzte, zeigen die Aufnahmen nicht.